Wird unser Trinkwasser wirklich gut kontrolliert?

Wird unser Trinkwasser -Leitungswasser was wir trinken, wirklich bestens kontrolliert?
Unsere Wasserversorger werden nie müde sein, die hervorragende Wasserqualität unseres Trinkwassers zu würdigen. Denn es gehört wohl zu den am meist kontrollierten Lebensmittel, die es auf dem Markt gibt. Außerdem sagt man uns auch allen, dass es nicht nötig ist, Mineralwasser in Flaschen zu kaufen.
Doch, wenn unser Trinkwasser so gut sein soll, wieso wird es dann mit Millionen von Euros beworben? Bei diesem Gedanken sollten wir alle mal anhalten und uns Fragen: Wenn etwas so gut ist wieso muss man dann soviel Werbung dafür machen?
ist unser Wasser wirklich gut

Einige Wissenschaftler, Umweltschützer, besorgte Eltern und auch vermehrt einige der Medien schlagen Alarm, bezüglich dieser Frage. In der ZDF-Sendung „Frontal 21“ vom „06.03.2012“, wurde die Trinkwasserproblematik in Deutschland Zusammengefasst und geklärt. Dort wurde darüber aufgeklärt, das sich in unserem Trinkwasser: Bakterien, Viren, Gifte und sogar Medikamentenrückstände befinden und das Trinkwasser aus unserer deutschen Leitung zu einem riskanten Lebensmittel macht. Aber wenn unser Wasser bestens Kontrolliert wird, woran liegt es dann, dass unser Wasser trotz all der Kontrolle immer schlechter werden kann?

Der Münchner Olympiaberg ist nicht nur zum Jahreswechsel ein sehr beliebtes Ausflugsziel der Münchner oder Touristen. Was aber kaum einer der Touristen oder einheimischen weiß, ist das der Olympiaberg in Wahrheit ein gigantischer Müllhaufen ist. Dieser Müllhaufen ist im Laufe der 60er und 70er Jahre entstanden und auf Ihm wächst jetzt Graß. Das Problem was dabei entstand, ist das der Olympiaberg kein Einzelfall mehr ist. Denn seit Beginn der Industrialisierung vor ca. 160 Jahren wurde der deutsche Boden in vielen Orten als Müllgrube benutzt. Diese Müllgruben wurden mit jeder Art von Müll befüllt bis in die 80er Jahre hin. Daher existierten unzählige Mülldeponien, die jedermann beliebig nutzen konnte um seinen Müll los zu werden. Später wurden diese Müllgruben überdeckt, damit man sie heute nur durch Äußerlichkeiten nicht mehr erkennen kann und das Sprichwörtlich „Gras über die Sache gewachsen ist“.

Teurer Müll im Trinkwasser

Der unkontrollierte Umgang mit Abfällen jeglicher art betrifft nicht nur Städte, sondern alle Regionen von Deutschland. Selbst in den Alpen wurden die etwas höher gelegenen Gruben oft für Holzversorgung, Kiesabbau und später für Mülldeponien aller Art verwendet und befüllt. Sehr viele Dokumente aus der jüngeren Zeit, berichten von Deponien die durchbrechen. Diese Durchbrüche
machten sich oft Bemerkbar durch eine hohe Anzahl an toten Fischen in der Umgebung. Falls also dies passiert ist, konnte man dadurch erkennen dass sehr viele von den nicht erwünschten und sehr gefährlichen Stoffen in unser Grundwasser gelangt sind. Ursachen für diese Durchbrüche sind nicht genug abgesicherte Untergründe bzw. unkontrollierte Verfüllungen der Gruben. Sind die Stoffe vom Müll erst einmal zum Grundwasser gelangt, passieren Umweltdesaster und es müssen immer wieder teure Sanierungen gemacht werden. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist, die Sanierung von der „Jagerbergl“ Deponie in dem idyllischen Grassau in Oberbayern. Diese ist von außen leider gar nicht mehr zu erkennen und liegt in dem Trinkwasserschutzgebiet von Grassau. Die Deponie wurde seit ca. 1950 bis zur Mitte der 1970er Jahre von der Gemeinde der Stadt Marquartstein als Abfalldeponie genutzt. Nachdem herausgefunden worden ist, dass die ehemaligen Deponie eine Gefahr für die Wasserversorgung der Grassau Gemeinde ist, hatte sich die Gemeinde Marquartstein aus kosten gründen gegen die Sanierungsauflage der Behörden gewehrt, doch den Rechtsstreit trotz all dem verloren. Die Gesamtkosten für den Rechtsstreit waren bei etwa 2,5 Millionen. Die Leiterin Alexandra
Gitschner vom GAB Projekt sagte: dass es weitere 180 Gemeinden gibt die einen Antrag auf das Zukunftsinvestitionsgesetz (Konjunkturpaket II) gestellt haben, die auch eine Altlastensanierung brauchen und sich wünschen. Diese Zahl sollte uns allen nicht mehr aus dem Kopf gehen, denn das Bedeutet im Endeffekt nichts Gutes für uns und unser Wasser.

Über den Autor

H.Joachim Schoßmeier

Hallo, ich bin der Herr Joachim Schoßmeier, Inhaber der Firma iTS - individuelle Trinkwasser-Systeme und Autor in diesem Blog. Ihre Gesundheit ist uns sehr wichtig, deswegen wollen wir Sie mit unserer jahrelangen Erfahrung im Bereich Wasser informieren und beraten.

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